So klappt es mit der gelungenen Plakatgestaltung

Plakate gehören zu den ältesten Formen der Werbung überhaupt. An Litfaßsäulen geklebt wurden sie früher oft interessiert durchgelesen. Heutzutage hat die Zahl der Medien deutlich zugenommen und so gut wie alle werden als Werbeplattformen verwendet. Entsprechend wenig Beachtung wird Werbung inzwischen in der Regel geschenkt. Plakate werden höchstens noch im Vorbeigehen wahrgenommen. Noch kürzer fällt der Blick beim Vorbeifahren mit dem Auto aus. Plakate müssen deshalb vor allem eines leisten: Auf den wirklich allerersten Blick funktionieren. Deshalb gilt es bei der Gestaltung von Plakaten eine Reihe von Regeln zu beachten.

 

In der Kürze….

Die Aussage, dass manchmal weniger mehr ist, lässt sich auf die Plakatgestaltung faktisch eins zu eins anwenden. Die Zahl der Elemente auf dem Plakat zu reduzieren ist eine der wichtigsten Übungen überhaupt. Am wirkungsvollsten sind oft ein möglichst großflächiger Packshot der mit einer Headline von maximal fünf Wörtern kombiniert wird. Dazu sollte der Hintergrund möglichst keinen weiteren Blickfang bieten. Wenn sich die Aussage nicht in einen kurzen Satz fassen lässt, kann noch eine Subline hinzugefügt werden. Auch bei dieser kommt es darauf an, jedes nicht wirklich notwendige Wort zu vermeiden. Hinzu kommt dann nur noch das Logo der Marke, das eventuell durch den Claim ergänzt wird. Alle weiteren Formen der Gestaltung lenken nur unnötig ab. Und diese Ablenkung ist bei einer durchschnittlichen Betrachtungsdauer von drei bis fünf Sekunden bereits zuviel.

 

Das Wichtige muss sichtbar sein

Die Beschränkung auf wenige Elemente hat den Vorteil, dass sich diese in der Regel auf dem Plakat gut aufteilen lassen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass dabei keine wichtigen Elemente verdeckt werden. Auf einem besonders groß gehaltenen Packshot lässt sich die Headline gegebenenfalls direkt über dem Produkt platzieren. Das Logo sollte aber immer offen im Vordergrund sein. Schon ein teilweises Verdecken kann die Wiedererkennung durch den Verbraucher entscheidend stören, der nur einen ganz kurzen Blick auf das Plakat wirft.

 

Auf den Absender kommt es an

Die gute Erkennbarkeit des Logos der Marke ist insoweit wichtig, als ein Plakat immer eine (Werbe-) Botschaft enthält. Diese Botschaft funktioniert nur, wenn der Absender derselben klar erkennbar ist. Entsprechend wichtig ist nicht zuletzt auch die Größe des Logos bzw. des Markennamens auf dem Plakat. Beide Elemente sollten auch aus einer gewissen Entfernung gut zu erkennen sein. In gleicher Weise ist die Ausrichtung der farblichen Gestaltung an den Vorgaben des Corporate Designs des werbenden Unternehmens wichtig. Ist die Erkennbarkeit nicht ausreichend gegeben, wird das beworbene Produkt im schlimmsten Fall einem direkten Konkurrenten zugeordnet. Entsprechend wichtig sind ausreichend große klare Zeichen, die eine solche Verwechslung wirksam ausschließen.

 

Die richtigen Kontraste setzen

Um die wichtigen Elemente wirksam hervorzuheben kann der Einsatz von farblichen Kontrasten sinnvoll sein. Dunkle Produkte wirken vor einem hellen Hintergrund deutlich auffälliger und umgekehrt. Gerade bei der Plakatgestaltung kann es daher sinnvoll sein, auf besonders kräftige Farben zu setzen, um genau diesen Effekt zu erzeugen. Gerade beim Bummel durch die Stadt oder beim Autofahren ist das menschliche Auge einer Vielzahl von unterschiedlichen Reizen ausgesetzt. Um hier aufzufallen sind starke Farbkontraste eine einfache Möglichkeit, sich vom Umfeld des Plakats eindeutig abzuheben und entsprechend Aufmerksamkeit zu erlangen.

 

Auch eine Frage der Größe

Auf die Notwendigkeit eines ausreichend großen Logos wurde bereits hingewiesen. Doch auch bei anderen Elementen spielt deren Größe eine wichtige Rolle. Beim Bild des Produkts ist hier die Höhe des Plakats der entscheidende Parameter. Hier gilt die Faustregel, dass der Packshot im Verhältnis zur Höhe mindestens vierzig Prozent ausmachen sollte. Gleiches gilt im Hinblick auf die Headline. Um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten, sollte die Schriftgröße zwischen 12 und 15 Prozent der Höhe des Plakats ausmachen. Für die Subline liegen die Werte entsprechend zwischen 5 und 10 Prozent. Wichtig ist außerdem die Zahl der Schriftgrößen auf dem Plakat auf maximal drei zu beschränken.

 

Auf positive Emotionen setzen

Werbung spricht nicht nur den Kopf, sondern auch den Bauch an. Gerade bei den eher einfach gehaltenen Botschaften auf Plakaten gilt dies in besonderer Weise. Bei der Plakatgestaltung sollte deshalb die emotionale Wirkung des Plakats eine zentrale Rolle spielen. Werbebotschaften werden deutlich besser aufgenommen und erinnert, wenn eine positive Emotion übertragen werden kann. Dies umso mehr als Plakate immer dann auftauchen, wenn man im Zweifel gerade durch den eher grauen Alltag eilt. Dann kann ein verführerische Botschaft über die angenehmen Seiten des Lebens oftmals ihre volle Wirkung entfalten. Und im besten Fall wird das Plakat aufgrund der positiven Gefühle sogar noch einmal angeschaut, wenn der Betrachter erneut vorbei geht.